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Täter von Gewalttaten



Nur Schwächlinge machen auf stark

Unter "Gewaltkriminalität" werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) folgende Straftaten erfasst:

Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Kindestötung, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Vergiftung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme und Angriff auf den Luftverkehr.

8 Empfehlungen für Eltern und Erzieher

Welchen Anteil die erbliche Anlage und welchen die Erziehung am Verhalten eines Menschen hat, ist zwar nach wie vor umstritten. Fest steht allerdings: Wer seinen Kindern ein positives Vorbild vermittelt, kann die kindliche und jugendliche Anfälligkeit für Gewalt deutlich vermindern. Mit den nachfolgenden Tipps tragen Sie also zu einer möglichst gewaltfreien Sozialisation Ihres Kindes bei.

  • Pflegen Sie einen gewaltfreien Erziehungsstil.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien ein.
  • Lenken Sie die Energie Ihres Kindes in sportliche, musische oder sonstige Tätigkeit um. Ihr Kind braucht die Möglichkeit, sich körperlich auszutoben. Vor allem aber braucht es Anerkennung und Erfolgserlebnisse.
  • Geben Sie Ihrem Kind die Chance, bei gemeinsamen Unternehmungen die eigenen Kräfte auszuloten und Grenzbereiche zu erfahren.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, seine Zukunft zu planen und eine positive Lebenseinstellung zu finden.
  • Lernen Sie die Menschen kennen, mit denen Ihr Kind Umgang pflegt. Helfen Sie ihm dabei, Freunde zu finden, in Vereinen Fuß zu fassen und Beziehungen zu anderen Personen aufzubauen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Auswirkungen Gewalttaten für das Opfer, aber auch für den Täter haben.
  • Sollte Ihr Kind einmal mit einer Gewalttat in Verbindung gebracht werden, so wenden Sie sich nicht von ihm ab. Unterstützen Sie es vielmehr dabei, wieder Tritt zu fassen, und geben Sie ihm die Chance zu einem Neuanfang. Denken Sie daran: Erfahrungsgemäß markieren die meisten Verfehlungen von Kindern und Jugendlichen ein entwicklungstypisches Stadium im Reifungsprozess, das sich im Laufe der Zeit wie von selbst wieder verliert.