Wie schütze ich mich
Wer sicher gehen will, sollte die 0900-9- Verbindungsmöglichkeit sperren, da Dialer nur über diese Rufnummerngasse im Internet eingesetzt werden dürfen. Die übrigen Angebote über 0190- und 0900 können dann weiterhin in Anspruch genommen werden. Die Sperrung kann entweder über Ihre Telefongesellschaft oder, falls Sie über eine ISDN-Anlage verfügen, selbst vorgenommen werden.
Grundsätzlich sollten Sie allen Programmen, die im Netz oder per eMail angeboten werden, mit einer gesunden Skepsis begegnen. Im Zweifel empfiehlt es sich, besser nichts zu installieren.
Außerdem gilt: Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers und passen Sie diese Ihrem individuellen Sicherheitsbedürfnis an.
Darüber hinaus beachten Sie Folgendes:
- Brechen Sie alle Downloads ab, die automatisch gestartet werden - ganz gleich, ob sie über eine Web-Seite, eine eMail oder Chat-Systeme wie ICQ oder IRC erfolgen. Dies empfiehlt sich vor allem für Seiten von Erotikanbietern und Hacker-Seiten, die mit vermeintlich wichtigen und / oder kostenlosen Computertools locken.
- Fordern Sie bei Ihrer Telefongesellschaft einen Einzelverbindungsnachweis an. Nach § 18 der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung können Sie bei Ihrer Telefongesellschaft ein monatliches Kosten-Maximum festlegen. Ist dieser Betrag erreicht, ist keine Einwahl mehr möglich.
- Deaktivieren Sie die Option "Verbindung automatisch herstellen", um sich bei Ihrem Provider einzuwählen. Nutzen Sie die DFÜ-Verbindung, um manuell den richtigen Zugang herzustellen.
- Verwenden Sie Programme, die Ihre Online-Verbindung anzeigen und protokollieren. Beachten Sie: Diese Programme bieten keinen hundertprozentigen Schutz und sollten nur zur Unterstützung und Information eingesetzt werden.
- Achten Sie beim Trennen der Internetverbindung stets darauf, dass in der Statusleiste kein entsprechendes Symbol mehr zu sehen ist. Fahren Sie im Zweifel den Rechner herunter!
- Erfolgt ein Download, den Sie nicht stoppen können: Trennen Sie die Internetverbindung, indem Sie notfalls den Rechner abschalten oder das Verbindungskabel zur Telefonanlage ausstecken.
- Schenken Sie beteuernden Hinweisen wie "Lässt sich leicht wieder deinstallieren" kein Vertrauen. Oft ist der Aufwand weit größer als vorgegeben.
- Vorsicht: Manche Installationsprogramme erklären das ganze Internet zum "lokalen Intranet" oder zur "vertrauenswürdigen Zone" und setzen Sicherheitsvorkehrungen so außer Kraft.
- Verwenden Sie nur (legale) Originalsoftware, die Sie auch lizensieren lassen sollten. Bei Raubkopien oder aus unsicheren Quellen stammenden Softwarepaketen können Sie sich nie sicher sein, was "sich sonst noch in den Installationsdateien verbirgt".
- Lassen Sie die Hände von so genannten "gecrackten Dialern". Solche Programme gibt es nicht. Es handelt sich vielmehr selbst um teuere Dialer-Programme.
- Achten Sie beim "Surfen" genau auf den Inhalt von PopUp-Fenstern und behalten Sie genau im Auge, welche Buttons Sie anwählen.
- Hinweis für DSL-Nutzer: Sofern Sie lediglich die DSL-Verbindung nutzen, um sich ins Internet einzuwählen, sind Sie auf der sicheren Seite. Allerdings sollte beachtet werden, dass DSL zusätzlich zu der eigentlichen Telefonverbindung betrieben werden kann. Dies bedeutet: Deaktivieren Sie nicht mehr benötigte ISDN-Karten / Modems, entfernen Sie diese aus Ihrem PC oder trennen Sie die Telefonverbindung zu diesen Geräten. Sonst könnte es passieren, dass außer der DSL-Verbindung eine weitere aufgebaut wird.