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Handtaschenraub



Wie aus heiterem Himmel

Typisch für einen Handtaschenraub ist das Überraschungsmoment: Eine Handtasche oder ein ähnliches Behältnis wird dem Opfer ohne weitergehende Auseinandersetzung weggenommen oder entrissen. Dabei ist entweder pure Körperkraft im Spiel - oder der Täter setzt auf "auf den schnellen Zugriff" beim Vorbeilaufen, vom Fahrrad, motorisierten Zweirad oder auch von Inlineskates aus.
Handtaschenräuber sind überwiegend Kinder, Jugendliche und männliche Heranwachsende. Ihr Motiv: Quasi "mit einem Griff" an Geld zu kommen. Handtaschenraub ist ein typisches Phänomen der Großstädte. Bevorzugte Schauplätze sind Stadtrandlagen, Parkanlagen, Friedhöfe, Nebenstraßen etc. Handtaschenräuber schlagen häufig in der Dunkelheit zu. Opfer sind in erster Linie ältere Frauen, die zu Fuß allein unterwegs sind.
4 Tipps gegen Handtaschenräuber

Grundsätzlich gelten beim Handtaschenraub die gleichen Verhaltenstipps wie für den Straßenraub; doch gilt zusätzlich Folgendes zu beachten:

So beugen Sie Gewalt vor

  • Prüfen Sie stets, ob die Mitnahme einer Handtasche wirklich erforderlich ist.
  • Tragen Sie Ihre Handtasche möglichst eingeklemmt unter dem Arm auf der der Fahrbahn abgewandten Seite und machen Sie möglichst von einem eventuell vorhandenen Schulterriemen Gebrauch. Lassen Sie Ihre Handtasche aber in jedem Fall nie unbeaufsichtigt oder für den Täter rasch erreichbar zurück, zum Beispiel am Einkaufswagen, über der Stuhllehne in Gaststätten usw.
  • Tragen Sie Ausweispapiere, Bargeld, Kreditkarten etc. stets verteilt in den Innentaschen der Kleidung dicht am Körper. Alternativ bieten sich dafür Gürteltaschen und Brustbeutel an. Zudem besteht die Möglichkeit, nachträglich Innentaschen einzunähen.
  • Leisten Sie Widerstand nur dann, wenn Sie sich dem Täter gegenüber körperlich überlegen fühlen und eine reelle Erfolgsaussicht besteht. Gerade als älterer Mensch könnten Ihnen bei aktiver Gegenwehr durch massive Gewaltanwendung oder Sturz erhebliche Gesundheitsschäden drohen.

Denken Sie daran!



Sollten Sie Opfer einer Raubstraftat werden, versuchen Sie Ruhe zu bewahren. Prägen Sie sich nach Möglichkeit die Täterbeschreibung und den Handlungsablauf genau ein. Bitten Sie Passanten und andere Beobachter der Straftat, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen; notieren Sie sich deren Personalien und informieren Sie nach der Tat unverzüglich die Polizei. Und noch eins: Führen Sie keine Waffen oder Abwehrgeräte mit, da der Täter in einer solchen Situation seine Gewaltbereitschaft bzw. Aggressivität noch weiter steigern könnte.
Ein Glas zu viel

Zahlenmäßig spielt der Zechanschlussraub eine eher untergeordnete Rolle. In jedem Fall setzt er aber stets eines voraus: Täter und Opfer kennen sich; sie sind sich in Gaststätten, auf Veranstaltungen, Festen oder Feierlichkeiten begegnet und hatten in diesem Zusammenhang flüchtigen oder längeren Kontakt.
In den meisten Fällen ist der vorherige Genuss alkoholischer Getränke für die Tatausführung von entscheidender Bedeutung. Tatort des Zechanschlussraubes ist entweder der gemeinsam zurückgelegte Nachhauseweg oder die Wohnung des Opfers. Noch eine Gemeinsamkeit: Täter und Opfer befinden sich meist im erwachsenen Alter. Außerdem handelt es beim erlangten Raubgut in den überwiegenden Fällen um Bargeld, Schecks oder Wertsachen.